Buchmesserückblick 2017
18. Oktober 2017

Literaturwettbewerbe bieten Chancen für neue Autoren

Goldene Kugel auf Buch als Symbol für Literaturwettbewerb

Sie haben noch keinen seriösen Verlag für Ihr Manuskript gefunden? Nehmen Sie an Literaturwettbewerben teil! Als Gewinner eines Schreibwettbewerbs können Sie Lektoren und Verlage auf sich aufmerksam machen.

Die Teilnahme an einem Literaturwettbewerb hat aber auch dann Vorteile, wenn Sie den Schreibwettbewerb nicht gewinnen, und zwar gleich mehrere:

Meist haben Sie ein konkretes Thema, das Sie für den Literaturwettbewerb bearbeiten. Es gibt genaue Hinweise zur Länge des Textes, und es gibt ein konkretes Datum, zu dem Sie abliefern müssen.
Diese Vorgaben verlangen Disziplin von Ihnen beim Schreiben, sie verlangen ein gutes Zeitmanagement. Gleichzeitig schreiben Sie auf ein konkretes Ziel hin, das Sie erreichen wollen. Das ist motivierend und anregend. Und es ist auch ein wenig spannend, auf den Ausgang des Wettbewerbs zu warten.

Als Debütant, der noch nie veröffentlicht hat, können Sie sich mit kleinen, kürzeren Texten selbst ausprobieren. Es ist ohnehin sinnvoll, nicht gleich den großen Roman zu planen, sondern sich voll und ganz auf kurze Texte zu konzentrieren und sie immer wieder in zeitlichen Abständen zu lesen, zu prüfen, zu korrigieren, zu verbessern, kurz: sie so lange zu bearbeiten, bis Sie mit jedem Satz rundum zufrieden sind.

Schreiben ist zu einem großen Teil gutes Handwerk. Und wenn Sie beispielsweise das Schreinerhandwerk erlernen, werden Sie auch nicht sofort ein kompliziertes Möbelstück herstellen, sondern zuerst handwerkliche Techniken an kleineren Stücken erlernen. Wenn Sie ein Instrument spielen wollen, werden Sie nicht sofort die schwierigsten Stücke spielen.

Im deutschsprachigen Raum gibt es inzwischen eine Unmenge von Literaturwettbewerben und Literaturpreisen. Nicht alle Schreibwettbewerbe sind für Sie geeignet: Machen Sie sich die Mühe und schauen Sie genau hin. Welche Anforderungen werden gestellt? Ist es realistisch, diese auch erfüllen zu können?

Und wollen/können Sie auch den ausgeschriebenen Preis annehmen? Beispielsweise suchen inzwischen kleinere Gemeinden per Wettbewerb »Stadtschreiber«, die für Wochen oder sogar Monate in der Gemeinde in eigens zur Verfügung gestellten Räumen wohnen und möglichst oft anwesend sein sollen.
Wenn Sie – wie die meisten Autoren – einen Brotberuf haben und sich Ihre kostbare Freizeit zum Schreiben abknapsen müssen, wenn Sie Kinder zu versorgen haben zu Hause, dann nützt Ihnen der Gewinn als Stadtschreiber mit Residenzpflicht nichts.

Also schauen Sie sich nicht nur die Teilnahmebedingungen, sondern auch die ausgelobten Preise genau an. Auch ein Blick auf die Preisträger der vergangenen Jahre lohnt sich: Sind es nur prominente, bereits arrivierte Autoren? Dann haben Sie ohnehin keine Chance.
Eine hervorragende Übersicht über Literaturwettbewerbe gibt es auf der sehr ansprechenden Website des LITERATURPORT Berlin-Brandenburg: Genial ist die Usability, die Benutzerfreundlichkeit mit Filterfunktion. Sie geben in die Suchmaske ein, ob Sie beispielsweise nur Wettbewerbe suchen, bei denen Sie sich selbst bewerben können, also keinen »Paten« brauchen, der Sie vorschlägt für die Teilnahme. Ebenso genial ist es, als Ergebnis Ihrer Suche die Tage/Wochen/Monate bis zum Ablauf der einzelnen Literaturwettbewerbe kenntlich zu machen. Diese Website kann ich Ihnen wärmstens empfehlen.

http://www.literaturport.de/preise-stipendien/

Viel Spaß beim Stöbern auf der schönen Website des LITERATURPORT Berlin-Brandenburg und viel Glück für Ihre Bewerbung!

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