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Prüfen Verlage wirklich die Texte, die sie bekommen?

Zehn Autoren – oder solche, die es werden wollen – sitzen zusammen, weil sie von uns hören möchten, wie sie einen guten Verlag finden können. Die Atmosphäre ist locker, man kennt sich schon ein paar Stunden, hat schon zusammen gelacht und sich ausreichend beschnuppert. Und schließlich kommen wir zur Frage, ob jemand aus der Runde schon Verlage angeschrieben hat, ein Manuskript verschickt hat. Da nimmt eine Autorin ihren ganzen Mut zusammen und bekennt, dass sie bereits 30 Absagen für ein Manuskript eingesammelt hat. Unsicher schaut sie sich in der Runde um, als suche sie Bestätigung bei den anderen, denen es vielleicht ähnlich ergangen ist. Sie sitzt hier, weil sie endlich wissen möchte, warum das so ist.

Die Verlage lesen das doch gar nicht, was ich schicke, meint sie. Und da muss ich ihr wiedersprechen. Es mag hart sein, das zu hören für angehende Autoren, weil es ihnen klarmacht, dass die Ursache bei ihnen selbst zu suchen ist. Verlage prüfen tatsächlich die unverlangt eingereichten Manuskripte – zumindest die meisten Verlage tun es. Und zwar läuft die Prüfung nach ganz bestimmten Regeln und Kriterien ab.

Wer also keine Antwort bekommt oder eine Standardantwort wie „passt nicht in unser Programm“, der hat etwas abgeliefert, was einfach nicht überzeugend war. Und dafür gibt es sehr viele Gründe. Man muss sich den Einzelfall ansehen und kommt als Profi schnell auf die Antwort. Es lohnt sich also, von Profis Gutachten einzuholen, bevor man ein Manuskript in die Welt entlässt.

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